„Tutto e`follia nel mondo cio che non e`piacer“
„Töricht ist auf der Welt alles, was nicht Vergnügen ist“
Trinklied aus La Traviada
Das Warten hatte ein Ende. Nach 2 Jahren machten sich 29 Landfrauen und 14 Gäste wieder auf den Weg zu den Bregenzer Festspielen.
Nach dem Einladen der Koffer wurden schon die vorbereiteten Lunchsäckchen ausgeteilt und nach der Begrüßung von Anne und dem Landfrauenlied ging es auch schon los.
Die Sonne lachte an diesem Morgen und so machten wir eine längere Pause in Birnau.
Hier angekommen bekam man schon eine Ahnung, wie schön hier die Vegetation, die Obstplantagen, das blaue Wasser des Bodensees und im Hintergrund die Berge anzusehen sind.
Die Barockkirche, am Nordufer gelegen, ließ uns beim Eintreten über die barocke Ausstattung mit Fresken, Putten, Skulpturen und reich geschmückten Altären staunen.
Nochmal tief die gute Luft einatmen und dann fuhr uns unser Fahrer „Siggi“ sicher in unser Hotel Montfort in Feldkirch in Österreich.
Nach der Zimmerverteilung gab es schon ein köstlich schmeckendes Abendessen. Wir freuten uns jeden Tag auf das Abendessen und auf das leckere Frühstücksbüffet.
Wie meist ließen wir den Abend mit netten Gesprächen in der Bar ausklingen.
Topf, tropf, tropf…..schon in der Nacht hörte man den Regen an die Scheibe klopfen.
Gestärkt ging es dann bei noch trockenem Wetter nach Lichtenstein, welches nur knapp eine halbe Stunde später erreicht wurde.
Im Bus begrüßten wir auch Alexandra, unsere Reiseleitung.
HOI, schon von weitem sah man oben am Berg das Schloss der Fürstenfamilie. Düster thronte es über der Stadt Vaduz.
Mit seinen fast 40 000 Einwohnern und 160 Quadratmetern liegt das Fürstentum eingebettet zwischen Österreich und der Schweiz.
Die Hauptstadt Vaduz ist ein Zentrum der Finanzpolitik. Es gibt auch Kunstmuseen, Skulpturen und natürlich viele Wander- und Radwege zu entdecken. Tatsächlich soll Lichtenstein ein Marktführer bei der Herstellung von Zahnprothesen sein
Nach einer Stunde fuhren wir zum Essen in eine moderne Rastanlage, wo wir uns für das Kommende stärkten.
Im Schweizer Kanton Graubünden erwartete uns die Via Mala, eine spektakuläre, tiefe Schlucht des Hinterrheins. 359 Stufen führten uns hinab, an Steinbrücken und hohen Felsformationen vorbei. Es gab immer wieder kleine Plateaus, worauf man herrliche Ausblicke auf die Schlucht hatte. Doch 359 Stufen bei Dauerregen hinab mussten auch wieder nach oben gelaufen werden. Gar nicht so einfach mit Schirm, Regencape, Fotoapparat und feucht schwülem Wetter.
Kurze Erholung im Bus und bei guter Bewirtung von Marita, Lucie und Moni fuhren wir weiter nach Chur, der Hauptstadt des Kantons Graubünden.
Die Stadt liegt am Alpenrhein. Wiederholt stellten wir fest, dass die Flüsse wenig Wasser trugen.
In Chur besuchten wir den Dom, die malerische Altstadt und bewunderten die Rhätische Bahn, die von Chur aus durch malerische Landschaften bis nach Arosa fährt.
In der Fußgängerzone gab es viele, schöne kleine Lädchen wo man ein bisschen stöbern konnte.
Doch die Zeit verging so schnell und um pünktlich beim Bus zu sein, stellten einige einen Rekord im Eiscafé/Eisschokolade trinken auf.
Auf der Heimfahrt verabschiedeten wir Alexandra, die uns mit ihrem Wissen über Kultur, Geschichte und ihrer freundlichen Art beeindruckte.
Der Tag der Festspiele – der Höhepunkt unsrer Reise – war da. Doch ein Blick aus dem Fenster verhieß nichts Gutes. Es regnete in Strömen. Dennoch fuhren wir nach Bregenz, denn wir hatten ja den Blick hinter die Kulissen gebucht.
Die Führung fand statt. Von einem Studenten bekamen wir viele Infos über die Seebühne, Planung, Bühnenbild, Künstler und deren kleinen Geheimnissen, Musik und Chören. Leider konnten wir wegen der Nässe die Seebühne nicht betreten.
Aber unser Guide erklärte uns das alles im Großen Saal, wo wir in roten Ferrarisessel Platz nahmen. Bei Abbruch werden hier die Festspiele für VIP Karten weitergeführt.
Spannend zu hören war auch, dass das Orchester hier im Saal spielt und die Musik nach draußen übertragen wird.
Im Regen fuhren wir nach Feldkirch zurück. Immer mit der Hoffnung, dass die Vorführung nicht abgesagt wird. Wir wollten es kaum glauben, als wir wieder Richtung Bregenz fuhren schien die Sonne und es blieb trocken bis zum Ende. Was für ein Glück.
Wir waren bereit. Zum Teil eingepackt in Regencapes, Decken und Kissen waren wir gewappnet auf das Spektakel LA TRAVIATA.
Der gläserne, riesengroße zerbrochene Spiegel, im Abendhimmel angestrahlt, hatte eine große Wirkung auf uns.

Und dann begann die traurige Geschichte der Pariser Kurtisane Violetta und Alfredo im Jahre 1830. Die Handlung wurde in die berauschenden Zeit der 1920er Jahre umgesetzt. Am Anfang erlebten wir eine sorgenfreie, rauschende Party. Die Darsteller tummelten sich im Stil der 20zieger Jahre im Wasserbecken. Große Hochachtung für die drei Solisten, die unter widrigen Umständen, eine Höchstleistung vollbringen mussten.
Wir alle lauschten zwei Stunden gebannt dem Geschehen und waren immer wieder erstaunt, wenn das Bühnenbild eine neue Form annahm und sich veränderte. Wir litten mit Violetta und Alfredo und waren traurig, dass es für sie kein Happy End gab. Es war eine hinreißende, wunderbare Aufführung.
Im Bus mussten wir uns erst mal aufwärmen. Im Hotel angekommen ließen wir den wunderbaren Abend in der Bar ausklingen.
Ja, die Nacht war kurz und so hieß es am frühen Morgen Koffer packen und Abschied nehmen. Wir wurden von den Hoteliers herzlich mit einem Geschenk verabschiedet.
Nach einigen Metern erreichten wir das Bregenzer Käsehaus. Hier konnte nach Herzenslust der gute Bergkäse als Mitbringsel für zu Hause eingekauft werden.
Unseren letzten Halt machten wir an der Destillerie Prinz. Hui, was für eine große Auswahl an Spirituosen, Likören, Limes oder Sirupe. Alles war sehr ansehnlich dekoriert und aufgebaut…… und man konnte auch alles probieren.
Aus der Heimfahrt ließ Anne die Reise noch einmal Revue passieren und bedankte sich bei allen, die zum guten Gelingen der Fahrt beitrugen. Auch bei unseren Gästen, die sich sichtbar wohlfühlten im Kreise der Landfrauen.
Besonderen Dank galt auch unserem Busfahrer, der uns sicher durch die Tage fuhr.
Ein großer Dank gilt dem Organisationsteam Anne, Marita, Gabi und Moni, welche die Reise für uns so gut vorbereitet und organisiert hatten.



















