Landfrauenverein Nauheim Vortragsabend
am 28.09. 2026 im Cafe Stelzer
Zu einem Vortragsabend zum Thema „Polyneuropathie – Uns was ist jetzt?“ „Symptome, Ursachen und Behandlung“ hatten die Nauheimer Landfrauen am 28.September ins Cafe Stelzer eingeladen.
42 Interessierte Teilnehmer waren der Einladung gefolgt.
Nach der herzlichen Begrüßung durch den Vorstand referierte Dominik Konjik, Physiotherapeut mit den Schwerpunkten Neurologie und Sporttherapie vom Medifit Rüsselsheim. Schon nach wenigen Minuten wurde deutlich, dass das Thema viele Menschen betrifft. In seinem kurzweiligen und verständlichen Vortrag erklärte Dominik Konjik, was sich hinter der Nervenerkrankung Polyneuropathie verbirgt und wie unterschiedlich sie sich zeigen kann.
Taubheitsgefühle, Kribbeln, Unsicherheiten beim Gehen oder ein vermindertes Gefühl in Händen und Füßen sind nur einige Beschwerden.
Mit einfachen Beispielen aus dem Alltag machte er die oft komplizierten Zusammenhänge verständlich. Dabei ging er auch auf die spannende Frage ein: „Woher weiß mein Gehirn eigentlich, dass ich stehe, obwohl ich nicht auf die Füße schaue?“
Anschaulich erläuterte er das Zusammenspiel von Nerven, Gleichgewichtssinn und Gehirn und zeigte auf, warum Störungen in diesem Bereich zu Unsicherheiten und Beschwerden führen können.
Besonders wichtig war ihm die Botschaft, dass Betroffene selbst aktiv werden können. Bewegung sei das A und O.
Auch wenn geschädigte Nerven nicht wiederhergestellt werden können, gelte es. die noch vorhandenen Nervenbahnen täglich zu aktivieren und vorhandene Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten.
Sein Leitsatz lautete: „Was ich nicht spüre, muss ich kontrollieren.“
Dass Bewegung nicht nur Theorie ist, zeigte der Referent direkt vor Ort.
Er bezog die Teilnehmer aktiv mit ein.
Gemeinsam wurden einfache Übungen für Füße, Zehen und Gelenke durchgeführt, ebenso kleine Gleichgewichtsübungen und Bewegungsabläufe wie Aufstehen und Hinsetzen. Mit diesen leicht umsetzbaren Übungen gab er wertvolle Anregungen für den Alltag.
Kernaussage seines Vortrags fasste Dominik Konjik in vier Begriffen zusammen:
„Wahrnehmen – Verstehen- Bewegen- Sicherheit.“
Mit viel Fachwissen, praktischen Tipps und motivierenden Impulsen zeigte er Möglichkeiten auf, wie Betroffene lernen können, mit der Erkrankung zu leben und durch konsequentes Training das zu erhalten, was noch vorhanden ist.
Im Anschluss beantwortete Herr Konjik zahlreiche Fragen: geduldig, kompetent und verständlich ging er auf die Anliegen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein.





Der Vorstand bedankte sich herzlich für den informativen und praxisnahen Vortrag mit einem herbstlichen Blumenarrangement.
Anne Dammel, 29.09.2026
