Berichte
20.11.23 - Vorhofflimmern-Vortrag
24.11.2023 - 17:29

Herzspezialist referiert bei den Nauheimer Landfrauen
Zu Gast, Privatdozent Dr. Oliver Koeth, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Chefarzt am GPR Klinikum Rüsselsheim


Zum Thema "Vorhofflimmern - Turbulenzen am Herz" sprach vor 45 interessierten Besucherinnen und Besucher im Café Stelzer, dem Vereinsdomizil der Nauheimer Landfrauen, Privatdozent Dr. Oliver Koeth, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Chefarzt am GPR Klinikum Rüsselsheim.

In Wort und Bild erfuhren die Besucher, dass Vorhofflimmern die häufigste Herzrhythmusstörung weltweit ist.
Sie kann zu einer Abnahme der Leistungsfähigkeit und im schlimmsten Fall zu einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) führen. Es entstehen Turbulenzen am Herz und die Pumpfunktion gerät dadurch aus dem Takt.

Die Zuhörer erfuhren, dass elektrische Störfelder in den Lungenvenen den regelmäßigen Herzschlag, den sogenannten Sinusrhythmus, verhindern.
Es schlagen die Vorhöfe unkontrolliert und beginnen zu flimmern.

Komplikationen entstehen wie Blutgerinnsel, vor allem Schlaganfall sowie eine Herzschwäche.
Der kompetente Mediziner empfiehlt, wenn das Herz ungewöhnlich schnell oder unregelmäßig schlägt, sollte man sicherheitshalber immer einen Arzt aufsuchen.
Grundsätzlich sollten Beschwerden wie Atemnot, Schwindel oder Leistungsschwäche abgeklärt werden.

Werden Symptome beim Vorhofflimmern nicht behandelt, kann es ein Risiko für einen Schlaganfall sein.
Das Vorhofflimmern kann unterschiedliche Ursachen haben. Hier wurden die am häufigsten bekannten Ursachen genannt, wie Bluthochdruck, hohes Lebensalter, Koronare Herzkrankheit, Herzklappenfehler, Erkrankungen des Herzmuskels, wie Herzmuskelentzündung. Herzmuskelschwäche, Schilddrüsenüberfunktion und auch übermäßiger Konsum von Alkohol.

Zu erfahren war, je länger Vorhofflimmern besteht, umso schwieriger ist es, den normalen Herzrhythmus, den sogenannten Sinusrhythmus, wiederherzustellen und aufrecht zu erhalten.

In frühen Stadien kann die Erkrankung durch Medikamente, elektrische Kardioversion (Elektroschock) oder eine sogenannte Katheterablation erfolgreich behandelt werden.
Die Katheterablation ist eine sehr gute Therapieoption, wenn medikamentöse Therapien nicht zufriedenstellend wirken, so Dr. Koeth.
Vor allem bei jungen Patienten, die unter anfallsartigen und dabei symptomatischen Vorhofflimmern leiden, wird diese Methode immer häufiger als Alternative zur medikamentösen Dauertherapie eingesetzt.

Bei vielen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind Blutgerinnsel beteiligt.
Hier sollen gerinnungshemmende Medikamente das Risiko für die Entstehung von Blutgerinnsel senken.

Während des interessanten und aufklärenden Vortrags hatten die Besucher Gelegenheit, an Dr. Koeth Fragen zu stellen, die kompetent und mit viel Engagement beantwortet wurden.
Am Ende des aufschlussreichen Abend bedankte sich der Vorstand bei dem sympathischen Herzspezialist, mit einem kulinarischen Geschenk, worüber er sich sehr freute!



Anne Dammel / 23.11.2023


Presse-Team


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