Handkäse trifft Landfrauen
Zu Besuch bei Wolfgang Einsiedel in Königstädten
Wie immer gutgelaunt, trafen sich am Mittwoch, den 03.06.2026 um 15.30 Uhr 18 Radelbienen bei den Wildschweinskulpturen. Nachdem Anne und Marita vom Radelteam alle Radelbienen herzlich begrüßten, radelten wir bei schönem Wetter durch unseren Mönchbruchwald. Da wir genügend Zeit hatten, konnten wir auf dem Hinweg eine gemütliche Kaffeepause bei Break + Brunch in Königstädten einlegen. Obwohl es ein bisschen windig wurde, ließen wir uns Cappuccino, Eis und Waffeln gut schmecken.
Gegen 17.30 Uhr machten wir uns dann auf Richtung Scheune Einsiedel in der Gundbachstraße, wo wir schon von weiteren Landfrauen erwartet wurden. Wolfgang Einsiedel, unser Gastgeber, führte uns zu Beginn durch sein bezauberndes Anwesen und dem wunderschön angelegten Garten mit lauschigen Sitzmöglichkeiten, verschiedenen Teichen und alten Obstbäumen. Es gab in jeder Ecke so viel Schönes zu entdecken und zu bewundern. Wir haben uns alle von Beginn an hier wohlgefühlt. Nach unserem Rundgang trafen wir uns dann alle in der wunderschönen Scheune. Auch hier gab es ganz viel zu sehen und zu entdecken, wie z. B. viele Bilder von der alten Käserei. Liebevoll dekorierte Tische warteten schon auf uns und Wolfgang Einsiedel begrüßte uns Nauheimer Landfrauen sehr herzlich. Nachdem die „Nauheimer und Königstädter Fronten“ humorvoll geklärt waren, erfuhren wir eine ganze Menge Wissenswertes über den Handkäs, der ja dank Elisabeth Ullrich eigentlich aus Nauheim kam. Herr Einsiedel erzählte uns in seiner sehr lebendigen humorvollen und anschaulichen Art die ganze Geschichte der Käserei Einsiedel vom Aufbau eines kleinen Käsehauses bis zur Schließung der Fabrik im Jahr 1987. Er erklärte uns auch genau, wie und aus was der Handkäs gemacht wurde, dass in guten Zeiten 10 Tonnen Handkäs am Tag in ganz Deutschland verkauft wurde. Wir erfuhren von einem ganz besonderen Stempel: Handcheese made in Germany, von einer speziell angefertigten Zange, die dann doch nicht funktionierte und der Handkäs weiter mit der Hand geformt wurde, von Frauen, die 600 Stück in einer Stunde geformt haben und noch vieles mehr.
Wir hätten ihm stundenlang zuhören können.
Draußen wurde mittlerweile eine Stärkung für uns vorbereitet. Es gab leckeres Bauernbrot mit Butter, natürlich Handkäs, mit Zwiebel und mit Apfel/Zwiebel, dazu passend Frankfurter Äppelwoi. Es hat uns allen hervorragend geschmeckt. An dieser Stelle herzlichen Dank an ALLE, die diesen schönen Nachmittag möglich gemacht haben.
Nachdem wir alle gut gestärkt waren, bedankte sich Anne nach Nauheimer Landfrauenart sehr herzlich bei Herrn Einsiedel mit einem selbstgebackenen Kuchen, unserem Backbuch und sehr lieben Worten. Ein weiteres Treffen in der Scheune für 2027 ist schon vorgesehen. Zum Schluss überreichte Inge noch ein wunderschönes Gesteck auf einem Holz mit dem Hinweis, dass die Bepflanzung beidseitig auf Nauheimer und Königstädter Grenzgebiet gewachsen ist, was uns alle zum Schmunzeln brachte.
Nachdem wir zum Schluss die Spendenbox von Herrn Einsiedel, die für das Königstädter Wiegehäuschen gedacht ist, hoffentlich gut gefüllt haben, verabschiedeten wir uns und waren uns alle einig, dass es ein toller Nachmittag war und wir sehr viel über den Handkäs erfahren und gelernt haben.












Fazit: 18 Radelbienen, 18 km Strecke und ein wunderschöner, sehr informativer Ausflug in die Scheune Einsiedel.
Das Radelteam weist jetzt schon auf den nächsten Termin der Radelbienen hin.: Am Mittwoch, den 01.07.2026 fahren die Radelbienen mit schöner Streckenführung in den Wirtsgarten am Steindamm, Trebur.
Beate Antusch, 04.06.2026
